Stripping-Operation

Stripping ist eines der ältesten Verfahren zur Behandlung der Krampfadern. Die Stripping-Operationsmethodik basiert im Wesentlichen auf den Prinzipien der Babcock'schen Operation (1907), von der zahlreiche Modifikationen existieren.
Bei dieser Operation wird eine Sonde über einen Leistenschnitt in die Krampfader am Oberschenkel eingebracht und am fußseitigen Ende der erkrankten Vene über einen Hautschnitt wieder ausgeleitet. Nach Befestigung der Krampfader an der Sonde wird diese durch den Hautschnitt herausgezogen, wodurch auch die befestigte Krampfader aus ihrem "Bett" entfernt (gestrippt) wird.
Dies geschieht unter gleichzeitiger Kompression von außen, um größere Einblutungen in den Venenkanal zu vermeiden. Im Rahmen dieses Eingriffs müssen zunächst noch erkrankte Seitenäste und Verbindungsvenen (Perforansvenen) über mehrere Hautschnitte unterbunden und entfernt werden.
Die Stripping-Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Nach der Operation werden über 6-8 Wochen Kompressionsstrümpfe getragen. Um eine Verringerung der Beschwerden nach der Operation zu erreichen, kann eine Kombination von Operation und Laserbehandlung bzw. Verödung von Seitenästen geboten und sinnvoll sein.

 

CHIVA-Behandlung

Durch gezielte Unterbrechungen des krankhaften venösen Kreislaufs wird versucht, die aufgrund von defekten Venenklappen fehlgeleiteten Blutströme, wieder zu normalisieren. Ein Herausziehen (Strippen) der Venen ist dann nicht mehr erforderlich. Die typischen "Stripping-Beschwerden", wie große Blutergüsse und Verhärtungen an den Beinen werden vermieden. Außerdem bleiben Venen erhalten, die bei einer eventuellen späteren Herz-Operation als Transplantat benötigt werden könnten.
Die Operation erfolgt in örtlicher Betäubung. Wichtige Voraussetzung zur Erzielung eines Behandlungserfolges ist die gute Rückbildungsfähigkeit der erweiterten Venen. Bei der CHIVA-Behandlung verfolgt man logistisch einen anderen Behandlungsansatz als bei den bisher genannten Verfahren.